Bei den Kämpfen zwischen Soldaten aus Thailand und Kambodscha wurden nach thailändischen Angaben mindestens 14 Menschen getötet. Das thailändische Ministerium für öffentliche Gesundheit berichtete, dass ein Soldat und 13 Zivilisten getötet worden seien, darunter Kinder. 14 Soldaten und 32 Zivilisten seien verletzt worden.
Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Kambodscha machte keine Angaben zu Toten und Verletzten.
Die Konfliktparteien haben sich Berichten zufolge mit Kleinwaffen, Artillerie und Raketen beschossen. Thailand flog nach eigenen Angaben zudem Luftangriffe. Laut dem thailändischen Verteidigungsministerium kämpften die Soldaten in mindestens sechs Gegenden gegeneinander.
Für den Ausbruch der Gefechte machten sich Thailand und Kambodscha gegenseitig verantwortlich. UN-Generalsekretär António Guterres rief beide Länder zu “maximaler Zurückhaltung” auf, sagte sein Sprecher Farhan Haq.
Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in Grenzregion
Wegen des Konflikts rät das Auswärtige Amt von Reisen in die Grenzregion zwischen Thailand und Kambodscha “dringend” ab. Im Onlinedienst X rief das Außenministerium deutsche Staatsbürger in der Area dazu auf, Sicherheitsanweisungen zu folgen, sich in Medien über die Lage zu informieren und Demonstrationen sowie größere Menschenansammlungen zu meiden. Deutsche in der Area sollten sich außerdem in die Krisenvorsorgeliste der Bundesregierung eintragen.
In dem Konflikt geht es um einen seit dem Ende der Kolonialzeit schwelenden Streit über den 800 Kilometer langen Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern. Im Mittelpunkt steht dabei das sogenannte Smaragd-Dreieck, wo die thailändische Provinz Surin und die kambodschanische Provinz Oddar Meanchey sowie der Nachbarstaat Laos aneinander grenzen. In dieser Area waren am Donnerstag Kämpfe ausgebrochen.
Zuvor hatte Thailand seinen Botschafter aus der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh abberufen und den kambodschanischen Botschafter ausgewiesen. Im Juni hatte Thailand mehr Militär an die Grenze geschickt und die Grenzübergänge in sechs Provinzen geschlossen.
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