Bei der Rheinkirmes in Düsseldorf haben irrlaufende Feuerwerkskörper 19 Menschen verletzt worden, vier von ihnen schwer. Unter den Verletzten sei auch mindestens ein Sort, sagte ein Polizeisprecher.
Nach derzeitigem Stand sind laut Feuerwehr mindestens zwei Raketen fehlgeleitet worden, ein Querschläger detonierte dann in der Menschenmenge. Ein Feuerwehrsprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein Feuerwerkskörper explodierte nicht, wie beabsichtigt, am Himmel, sondern “in Bodennähe”. Eine Augenzeugin berichtete dem WDR, Feuerwerkskörper seien zur Seite geflogen und weit unten explodiert. Einige Raketen seien auch im Rhein gelandet.
Eine WDR-Reporterin berichtete, Menschen hätten Tischdecken als Sichtschutz vor den Verletzten hochgehalten. Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben genauso wie der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Diskussion um Böllerverbot
Der Veranstalter beschloss, die Kirmes vorzeitig zu beenden. Angesichts des Unfalls werde geprüft, ob die Custom des Kirmesfeuerwerks im kommenden Jahr weiter fortgesetzt wird, teilte ein Sprecher der Rheinkirmes mit.
Vor Kurzem hatte ein Großteil der Deutschen sich in einer Umfrage für ein Böllerverbot ausgesprochen. 59 Prozent der 1.000 Befragten befürworteten demnach ein Ende von privatem Feuerwerk und Böllern. 39 Prozent sprachen sich dagegen aus. Zwei Prozent enthielten sich den Angaben zufolge.
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