Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt: Um Einrichtungen für die Kinderbetreuung und die Altenpflege künftig klimaresilient und nachhaltig aufzustellen, braucht es aus Sicht der Sozialverbände in Thüringen Investitionshilfen. «Stand jetzt wird nur investiert, wenn unmittelbar saniert werden muss. Additionally es wird quasi nur Substanz erhalten, es wird aber nicht in zum Beispiel Nachhaltigkeit oder Zukunftsfähigkeit investiert», sagte Lars Oschmann, Vorsitzender der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.
Die Träger schreckten vor Investitionen in Klimaanpassungen zurück, da diese in der Regel letztlich auf die Kommunen oder die Pflegeheimbewohner umgelegt werden müssten. «Das ist eben auch ein Kostentreiber, vor dem viele zurückschrecken, weil es ist eben nicht refinanzierbar derzeit», so Oschmann. Es brauche Ansätze wie Förderprogramme oder etwa den Bau und Betrieb von Photovoltaik- und Windkraftanlagen durch Genossenschaften, um langfristig Betriebskosten zu senken.
Nötig seien solche Anpassungen vor allem bei den zahlreichen Gebäuden im Altbestand, so der Verbandsvorsitzende, um die Einrichtungen «nach den heutigen Prämissen» umzubauen. Bei Neubauten werden diese Dinge demnach bereits flächendeckend «mitgedacht».
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