Spaniens Außenminister José Manuel Albares hat eine Darstellung der US-Regierung zurückgewiesen, nach der das EU-Land nun doch mit dem US-Militär zusammenarbeiten möchte. “Die Place der spanischen Regierung hinsichtlich des Kriegs im Nahen Osten, den Bombardierungen des Irans und der Nutzung unserer Basen hat sich nicht verändert”, sagte er in einem Interview des Senders Cadena SER.
Kurz zuvor hatte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington gesagt, dass sich Spanien zu einer Zusammenarbeit bereit erklärt habe. Ihres Wissens nach habe das EU-Land “in den vergangenen Stunden” einer Kooperation mit den USA zugestimmt, sagte sie. Zugleich betonte Leavitt, dass US-Präsident Donald Trump von allen europäischen Verbündeten erwarte, “bei dieser lang ersehnten Mission zusammenzuarbeiten”. Albares sagte dagegen, er habe nicht “die geringste Ahnung, wie sie darauf kommt”.
Trump hatte am Vortag bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) harte Kritik an den Regierungen in Madrid und London geübt. “Einige europäische Länder wie Spanien haben sich schrecklich verhalten”, sagte er mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. “Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen”, beschwerte sich Trump. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte mitgeteilt, sein Land lehne eine Nutzung der Stützpunkte in Spanien ab und werde kein Mittäter sein. US-Präsident Donald Trump drohte daraufhin, den Handel mit Spanien einzustellen.
Spanien kritisiert Merz
“Sie waren unfreundlich”, sagte Trump über die spanische Regierung. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, “alle Offers” mit Madrid einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar. Vor laufenden Kameras ging Merz im Weißen Haus nicht auf die Angriffe Trumps ein. Danach teilte Merz mit, Trump ohne Anwesenheit der Presse seine Meinung dazu klar gesagt zu haben. Die spanische Regierung zeigte sich im Anschluss verärgert über den mangelnden Beistand des Kanzlers in der Öffentlichkeit.
Die USA mussten 15 Flugzeuge, darunter Tankflugzeuge, von den Militärstützpunkten Rota und Moron in Südspanien verlegen, nachdem die sozialistische Führung des Landes erklärt hatte, sie werde nicht zulassen, dass diese für einen Angriff auf den Iran eingesetzt würden.
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