Der Länderfinanzausgleich ist in der ersten Hälfte des laufenden Jahres auf einen Rekordwert von mehr als elf Milliarden Euro angestiegen. Das geht aus der Abrechnung des Bundesfinanzministeriums hervor, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Demnach umfasst das mittlerweile unter dem Namen Finanzkraftausgleich bekannte System im ersten Halbjahr 11,178 Milliarden Euro. Das sind den Angaben nach rund 1,35 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.
Bayern hat mit Abstand am meisten Geld für den Länderfinanzausgleich gezahlt: In den ersten sechs Monaten betrug die Gebersumme des Freistaates 6,672 Milliarden Euro. Danach folgten Baden-Württemberg mit 2,155 Milliarden Euro und Hessen mit 2,039
Milliarden Euro. Als viertes Geberland wird Hamburg mit 312 Millionen Euro in der Statistik gelistet. Spitzenreiter bei den Nehmerländern ist Berlin mit 2,028 Milliarden
Euro, gefolgt von Sachsen mit 1,919 Milliarden Euro und Thüringen mit
1,161 Milliarden Euro.
Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) kritisierte das System. “Der Finanzkraftausgleich läuft immer weiter aus dem Ruder”, sagte er der dpa. Das
Volumen sei um knapp 14 Prozent angestiegen.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
Keep forward of the curve with NextBusiness 24. Discover extra tales, subscribe to our e-newsletter, and be part of our rising group at nextbusiness24.com
