Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Junge Union beim Deutschlandtag der Jungen Union zur konstruktiven gemeinsamen Diskussion über das Rentenpaket aufgefordert. Er kritisierte die Abwehrhaltung der Jungen Union zu den Rentenplänen der Koalition. “Ich möchte uns nicht in einem Unterbietungswettbewerb sehen: Wer bietet das niedrigste Rentenniveau an? Damit gewinnen wir keine Wahl”, sagte er im baden-württembergischen Rust.
Er plädierte für eine generationenübergreifende Einigung zur Altersversorgung in Deutschland. Merz drang dabei auf Freiwilligkeit bei der Rente. Die CDU wolle das Sign setzen, “nicht mit Zwang, nicht mit ständiger Regulierung, sondern mit den richtigen Anreizen, das Richtige zu tun, damit die Menschen nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im gesellschaftlichen Gesamtinteresse das Richtige tun” sagte er.
Er verwies dabei auf die Aktivrente, die 2026 in Kraft treten wird. Diese ermögliche es Menschen, bis zu 2.000 Euro zusätzlich steuerfrei zu verdienen, wenn sie über die Rentengrenze hinaus auf dem Arbeitsmarkt bleiben. “Wir wollen und wir wünschen, dass in Deutschland länger gearbeitet wird”, sagte Merz. Er sei sicher, dass eine Vielzahl der Beschäftigten in Deutschland davon Gebrauch machen würden und das auch wollten. Sollte die Zahl aber nicht groß genug sein “werden wir uns natürlich über die Frage unterhalten müssen, wie können wir das Verhältnis zwischen Arbeitszeit, Lebensarbeitszeit und Rente neu justieren”, sagte Merz.
Bei der Sicherheit der zukünftigen Altersversorgung gibt es seiner Aussage nach mehrere Stellschrauben. “Und gerade deshalb werden wir auch die personal Vorsorge nochmal stärken”, kündigte der Bundeskanzler an. Der Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) werde noch in diesem Jahr Vorschläge dazu vorlegen.
Junge Union will Rentenpläne der Koalition ablehnen
Zuvor hatte die Junge Union beim Deutschlandtag einstimmig über einen Antrag abgestimmt, nach dem sie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion auffordert, beim Rentenpaket ab dem Jahr 2032 wieder zu dem Rentennivau zurückzukehren, das sich nach aktuell geltendem Recht ergibt. Damit bekräftigte die Junge Union ihren Konfrontationskurs im Streit um die Rentenpolitik.
Das bereits vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetz zur Renten-Stabilisierung sei “so nicht zustimmungsfähig und wird deshalb von uns in dieser Type keine Zustimmung bekommen”, sagte der Vorsitzende der Jungen Gruppe der Unionsabgeordneten im Bundestag, Pascal Redding,
Mit Materials der Nachrichtenagentur AFP
Keep forward of the curve with NextBusiness 24. Discover extra tales, subscribe to our e-newsletter, and be a part of our rising group at nextbusiness24.com
